Aufgabe 3

Prinz Gregor ist im Schloss eingetroffen. Entgegen Belles Hoffnungen scheint Ihr Schicksal besiegelt und ihr Vater bereits eine Wahl getroffen zu haben. Der Ball ist in Gefahr, aber nicht nur er, sondern auch der Fremde, den Belle auf dem Stadtfest getroffen hat, und der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht.

Buchauszug aus Symantriet – Das Erbe der Vergangenheit

»Ich freue mich, Euch endlich persönlich kennenzulernen, werte Prinzessin. Man spricht so viel über Eure Schönheit und nun, wo ich endlich Gelegenheit habe, mir persönlich ein Bild zu machen, muss ich feststellen, dass alles nur Lügen waren. Ihr seid viel schöner als jegliches menschliches Wesen, das mir bisher begegnet ist. Ihr seid eher göttergleich statt menschlich und ich freue mich bereits auf unsere gemeinsame Zeit.« 
Seine schwülstigen Worte waren zu viel für Belle und spontan fiel ihr keine nette Antwort ein, die sie erwidern konnte. Prompt erntete sie einen missfallenden Blick ihres Vaters, der anstatt ihrer das Gespräch fortsetzte und geschickt das Thema beendete.
»Dann sind wir uns also einig und ich bin gespannt auf die nächsten Tage. Ich schlage vor, dass wir nun mit dem Essen beginnen.« Mit diesen Worten setzte er sich und klatschte in die Hände, worauf diverse Diener angelaufen kamen und begannen, das Essen aufzutragen. Der junge Mann wartete, bis sie sich hingesetzt und ein Diener ihr den Stuhl herangeschoben hatte, dann erst setzte er sich. Na, wenigstens hat er Manieren, war ihr erster Gedanke. »Ich hoffe, Ihr habt nichts dagegen, dass Ihr an meiner Seite statt an der Eures Vaters sitzt. Ich dachte nur, dass wir uns dadurch besser unterhalten und aneinander gewöhnen können.«
  »Nein, Euer Gnaden, ich habe kein Problem damit, woanders zu sitzen.« Sie bemühte sich, gelassen und höflich zu bleiben, konnte jedoch nicht anders und musste noch etwas nachsetzen. »Ihr meint wohl eher kennenlernen? Gewöhnen klingt sehr endgültig und wir wissen ja noch nichts Näheres voneinander.« Bittersüß kamen ihr die Worte über die Lippen.
  »So wie es mir scheint, wisst Ihr noch nichts. Aber keine Angst, zur rechten Zeit werdet auch Ihr eingeweiht. Belassen wir es also dabei.«
Der überhebliche Blick eines Mannes, der sich seines Sieges sicher war, streifte sie.
Belle musste ein Lachen unterdrücken. Glaubt er etwa, ich lasse mich wie ein Vieh verschachern? Vater würde doch nie gegen meinen Willen …? 
Ihr Blick glitt zu ihrem Vater, der sich angeregt mit ihrer Stiefmutter unterhielt, und sie verbat sich jeglichen Gedanken. Es gab schließlich noch einen anderen Prinzen …  Sie atmete tief durch und zwang sich zur Ruhe.
  »Ich wüsste nicht, dass ich Euch als meinen Mann ausgewählt hätte, Mylord. Wenn der Ball vorüber ist …«, versuchte sie es diplomatisch, auch wenn ihr wirkliches Ich ihn am liebsten angeschrien hätte.
  »Der Ball wird kaum etwas ändern, aber lasst uns nicht weiter darüber sprechen. Erweist Ihr mir nach dem Essen die Ehre, mit mir zu tanzen?«
Seine Art gefiel ihr ganz und gar nicht. Was weiß dieser Mann? Die Frage kam immer und immer wieder und machte sie langsam, aber sicher verrückt.
  »Verzeiht mir, Mylord, aber ich fühle mich heute nicht in der rechten Stimmung zum Tanzen, zumal meine Schuhe«, sie deutete nach unten und zeigte auf ihre hohen, nur von Riemchen an ihren Füßen gehaltenen Schuhe, »ganz und gar nicht zum Tanzen gemacht sind. Vielleicht ein anderes Mal.« Belle versuchte, bestürzt zu klingen, um Gregor nicht zu verärgern und um den Zorn ihres Vaters nicht auf sich zu ziehen. Dennoch, eines stand für sie fest: Mit ihm zu tanzen, war eines der letzten Dinge, die sie wollte.
Der junge Mann an ihrer Seite ersparte sich eine Antwort und grinste nur in sich hinein. Mädchenhaft sah sie nach unten und tat, als würde sie ihre Suppe studieren, während sie ihn aus den Augenwinkeln beobachtete.
Warum verhält er sich so komisch? Er wirkt so falsch … Kann Vater es nicht sehen?
Ihr Blick wanderte zu Elias, doch der unterhielt sich mit Camelia und würdigte sie keines Blickes. Belle seufzte.

Aufgabe:

Wer war der Fremde, den Belle auf dem Stadtfest traf?

und

Welche Schauspieler (oder andere Personen) könntest du dir gut für Isabelle und Gregor vorstellen? Benenne sie oder poste ein Bild von ihnen auf Instagram, deinem Blog, und/oder Facebook in Verbindung mit Symantriet.  Ich bin gespannt!

 

Alles Liebe Harriot