Hazel Wood – Wo alles beginnt

*** Rezensionsexemplar, Werbung unbezahlt ***

Wenn Märchen nicht gleich Märchen sind und eine Welt als nicht genug erscheint..

 


Allgemeine Angaben zum Buch:

Titel: Hazel Wood – Wo alles beginnt

Reihe: nein

Autor: Melissa Albert

Verlag: Dressler

Seitenanzahl: 352

Preis: 19,00€

ISBN: 9783791500850

Rezensionsexemplar: ja


Klappentext:

Geh hin, wo alles beginnt … Hazel Wood zieht alle in seinen Bann.
Seit Alice denken kann, wird sie vom Unheil verfolgt. Dann stirbt ihre Großmutter, die mysteriöse Märchenerzählerin Althea Proserpine, und kurz darauf verschwindet Alices Mutter spurlos. Zurück bleiben die Worte „Halt dich fern von Hazel Wood”. Alice spürt, dass sie ihre Mutter erst wiedersehen wird, wenn sie an den Anfang ihrer eigenen Geschichte geht. Schritt für Schritt entdeckt sie eine unheimliche Wahrheit. Um endlich frei zu sein, bleibt Alice nur eine Wahl: Sie muss nach Hazel Wood … Dorthin, wo alles beginnt.


Cover

Bei der ersten Betrachtung ist das Cover recht schlicht gehalten. Blaue Blätter geben sich die Hand, doch wenn man es näher betrachtet und mit den Fingern über den Schutzumschlag fährt, bemerkt fühlt man die Blätter und ihre Adern genauso, wie man den Glitzer sieht. Was zunächst schlicht wirkt, ist gut durchdacht und kann gut platziert zum echten Hingucker werden. Das Wichtigste: es sorgt dafür, dass ich das Buch im Handel in die Hand nehmen würde!

 

Zum Buch:

Der Klappentext ist gut durchdacht und gibt sogar schon Anhaltspunkte für eine spätere Wendung, doch erst nach dem Lesen ist mir der Bezug zueinander aufgefallen und hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Gewieft muss ich sagen 😉

Zum Inhalt: Auch wenn ich nach den ersten Seiten dachte: okay und jetzt bitte nochmal verständlich, bin ich richtig gut rein gekommen. Die Geschichte ist gut geschrieben, an manchen Stellen vielleicht noch etwas mehr ausbaufähig, um mehr Spannung zu erzeugen (wobei die Ansätze stets sehr gut waren). Gut finde ich außerdem, dass es mal keine klassische Liebesbeziehung und es dahingehend auch kein Happy End gibt. Gemein für die Prota, gut für das Abheben von anderen Storys,. Denn so gerne ich selbst Liebesgeschichten in Fantasybüchern vorfinde und mit den Charakteren mitfiebere: Die meisten Geschichten haben immer dasselbe Schema und irgendwann ist jeder Stein rund gelutscht. Glücklicherweise fährt Melissa Albert auf dieser Schiene nicht mit.  Ihr ist die Story, die Märchen und das Hinterland wichtiger, als knutschende Teenies.

Ihre Protagonistin ist trotz ihrer Pechsträhne, einer verschwundenen Mutter und einem toten Freund von einer Stärke gekennzeichnet, die uns alle aufrütteln sollte: Egal, wie scheiße das Leben auch ist, es gibt immer einen Weg. Zumindest solange wir uns selbst niemals aufgeben. Vorbestimmte Pfaden sind dazu da, umgangen zu werden. Schubladendenken war gestern.


Fazit:

Auch wenn die Story an machen Stellen etwas tiefer hätte gehen können und ich gern mehr über Ella und besser gesagt Vanella erfahren hätte, finde ich die Art und Weise der Erzählung, die Story und die überraschende Wendung sehr gut gelöst. Melissa Albert konnte mich mit ihrem Schreibstil und ihrer Welt rund um das Hinterland und Hazel Wood grandios überzeugen, sodass ich ganz sicher noch mehr von ihr Lesen werde!

Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Empfehlung!

 

Eure Harriot