Die Seelenlicht Chroniken – Yven & Dajana

*** selbst gekauftes Exemplar, Werbung unbezahlt ***

Wenn aus zwei Seelen ein Ganzes wird und man mehr bewirken kann, als allein.

 


Allgemeine Angaben zum Buch:

Titel: Yven & Dajana

Reihe: ja – Die Seelenlicht Chroniken

Autor: Katrin Gindele

Verlag: Tagträumer Verlag

Seitenanzahl: 266

Preis: 12,90€

ISBN: 9783946843153

Rezensionsexemplar: nein


Klappentext:

Am selben Tag, zur selben Stunde, auf die Minute genau werden zwei Kinder geboren. Ein Junge und ein Mädchen. Von Geburt an miteinander verbunden, werden sie ihrer Bestimmung folgen und auf die Suche nach ihrem Seelenlicht gehen.

Ein Krieger aus einer anderen Welt.
Eine Frau ohne Vergangenheit.
Eine Bestimmung, die beide vereint.

Als Kathleen von ein paar Betrunkenen angegriffen wird, eilt ihr ein junger Mann zu Hilfe, der nicht nur ihre Gefühle durcheinanderbringt, sondern ihr ganzes bisheriges Leben infrage stellt.
Doch zusammen mit ihm kommt auch der Tod in ihre Welt. Schon bald muss Kathleen um ihr Leben fürchten.
Gegen ihren Willen soll sie einer Bestimmung folgen, der sie sich genauso wenig entziehen kann wie ihren Gefühlen für Yven.

»Ke shalan dour«, sagte er voller Inbrunst und küsste mich auf die Stirn. »Ich gehöre dir.«


Cover

Das traumhaft gestaltete Cover stammt von Anna Heim, die der ein oder andere vielleicht besser mit Fuchsias Weltenecho verknüpfen kann. Ich finde, dass es richtig toll aussieht und auch passend zur Geschichte gestaltet wurde.

 

Zum Buch:

Nachdem ich durch Zufall bei Facebook auf Cover und Klappentext gestoßen bin, hat alles in mir geschrien, dass ich diese Geschichte unbedingt Lesen muss und nun habe ich es endlich getan, nachdem das Buch schon zwei Monate auf meinem SUB schlummert.

Ich fand den Anfang gut, auch wenn ich mich kurz reinfitzen musste. Der Schreibstil hat mir gefallen und auch, dass es zu großen Teilen nur aus Dajas Sicht geschrieben wurde (Achtung kein Schreibfehler 😉 )

Die Hauptprotas und das Konzept lehnen sich an den aktuellen Fantasytrends an. Frau ohne Vergangenheit; Krieger, der sie beschützt und nebenbei ihre zweite Hälfte ist/wird; Monster (in diesem Fall Schatten, ehemalige Krieger), die sie jagen, ein böser König, den es zu stürzen gilt … Etwas, was ich nicht grundlegend schlecht finde, denn ich oute mich als Liebhaberin solcher Geschichte, jetzt kommt aber das große ABER: Es muss auch dementsprechend umgesetzt sein! Ich finde die Ansätze großartig, doch die Story hat so viel mehr Potenzial. Ich würde mir mehr Tiefe wünsche und vor allem nicht so einen liebeskranken Typen … Mag sein, dass Yven eine besondere Ausstrahlung auf Daja hat und umgekehrt, aber trotzdem hat er mich von Anfang an nur genervt. Es gab mal Szenen, da fand ich ihn gut und dachte, dass er die Kurve kriegt und einen eigenen Charakter entwickelt, aber irgendwie klebt er doch mehr an Daja, als alles andere. Ein typischer Fall von „Du springst die Brücke runter?“ – „Warte, ich komme mit.“  Vertrauen ist gut, aber Naivität definitiv nicht .

Auch die Action ist mir etwas zu ungleichmäßig verteilt. Mal passiert ewig nichts … Die Szenen ziehen sich wie Kaugummi und auf den letzten 20 Seiten passiert gefühlt alles. Das könnte man besser verteilen. Mehr Details vorher einstreuen, von mir aus auch mehr Tragik, um die Handlung voranzutreiben. Aus diesen Gründen ziehe ich hier rigoros einen Stern ab. Nicht mehr weil mich Protas wie Phil und Szenen wie der Prolog und besonders das Ende dann wieder begeistern konnten und die Autorin es damit wieder raus gerissen hat.

 


Fazit

Ich fand die Story interessant und im Großen und Ganzen gut umgesetzt, dennoch sehe ich das verschenkte Potenzial und würde mir wünschen, dass die nachfolgenden Teile (auf die zumindest der Text schließen lässt) sich dessen mehr annehmen.

Eure Harriot