Blutroter Stahl

*** Rezensionsexemplar, Werbung unbezahlt ***

Eine Wanderung durch die Landschaft der deutschen Phantastik …

 


Allgemeine Angaben zum Buch:

Titel: Blutroter Stahl

Reihe: Sword & Sorcery-Anthologie

Herausgeber: Michael Quay, Ingo Schulze, André Skora

Verlag: Mantikore

Seitenanzahl: 376

Preis: 14,95€

ISBN: 9783961880461

Rezensionsexemplar: ja


Klappentext:

Wir sind der Schrecken im Auge unserer Feinde. Wir sind das Wispern ihrer verlorenen Seelen. Wir sind Blut und Stahl. Möget ihr unsere Namen auch vergessen, unsere Taten leben ewig! 

Diese spannende Kurzgeschichtensammlung bietet einen einmaligen Einblick in die vielfältige deutschsprachige Fantasy-Szene. Neue Talente und bekannten Größen der schreibenden Zunft präsentieren fantastische Geschichten aus dem sog. „Sword & Sorcery“ Genre. In 18 Kurzgeschichten treffen martialische Elemente auf klassische und düstere Fantasy. 

Mit Geschichten von Anja Bagus, B.C. Boldt, Tom Daut, Torsten Exter, Marc Geiger, Christian Günther, Peter Hohmann, Daniel Isberner, Mike Krzywik-Groß, Thorsten Küper, Gloria H. Manderfeld, Kay Noa, Christel Scheja, Judith & Christian Vogt, Florian Wehner, Dominik Schmeller, Jörg Benne, Mario Steinmetz und Karl-Heinz Zapf.


Cover

Das Cover ist düster und aufwendig gestaltet. Es passt perfekt zum Inhalt und verleitet zum Umdrehen und Klappentext lesen. 

 

Zum Buch:

Im Bezug auf Anthologien bin ich immer zwiegespalten: Ich liebe es in Geschichten „abzutauchen“ und bei Kurzgeschichten finde ich es immer schwierig, dennoch haben mich das Cover und der Klappentext neugierig gemacht und ich habe mich ins „Abenteuer“ gestürzt, denn trotz meiner Bedenken,  bürgen Anthologien auch das Glück, dass man neue Autoren kennenlernen kann und als Phantastik Fan sollte man einfach wissen, welche Talente aus dem eigenen Land komm en…

Zu meiner Freunde habe ich festgestellt, dass die Anthologie selbst sehr bunt gemischt ist. Nicht nur klassischer Schwertkampf, Abmurksen von Königen und Meuchelmorde sind vertreten, wie man beim Titel befürchten könnte … Nein, von Meerwesen über Untote bis hin zu Dämonen ist alles dabei und gerade mit Untoten hatte ich gar nicht gerechnet … Ihr?

Zu den Storys selbst habe ich ganz verschiedene Meinungen. Manche könnten mehr Input vertragen, andere sind so voll gepackt, als wären sie der Anfang eines Buches und hören  abrupt auf. Andere sind so perfekt, dass man sich ärgert, wenn die letzte Seite zu Ende ist … Da ist er wieder, dieser blöde Zwiespalt. 

Letztendlich kann ich sagen, dass die Herausgeber dafür gesorgt haben, dass ihre Anthologie von einem gesunden Mix aus Stilen, Storys und Herangehensweisen geprägt ist. Man bekommt einen gutes Einblick über den jeweiligen Autoren und ich selbst habe mir ein paar davon herausgepickt, die ich in Zukunft mehr im Auge behalten werde!


Fazit

Die Anthologie hat sich insgesamt gut gelesen, aber ich für meinen Teil konnte immer nur zwei bis drei, maximal vier an einem Abend „verkraften“. Nicht weil sie schlimm waren, sondern weil ich einfach mit den ganzen Namen, Settings und Hintergründen schlichtweg überfordert gewesen wäre. Langfristig gesehen, werde ich wohl keine große Freundschaft mit Kurzgeschichten schließen, aber so zwischendurch war es mal was anderes und nebenbei habe ich nun einige neue Autoren auf dem Schirm. 

Alles in allem ein gutes und lesenswertes Büchlein in dem jeder Phantastik Fan fündig wird. Ich bemängle ein bisschen, dass manche Storys etwas zu oberflächlich sind. Ein Hinweis im Lektorat hätte dort vielleicht schon gereicht, aus diesem Grund ziehe ich einen Stern ab. Der Rest war aber super, hat mir gut gefallen und ich kann sagen: toll gemacht!

Eure Harriot