Die Entstehung von Symantriet – SP und Verlag

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Letzte Woche habe ich es euch versprochen, heute dreht sich alles um die Höhen und Tiefen, die ich als Selfpublisher hatte. Anders als heute ist der erste Teil meiner High Fantasytrilogie damals nämlich ohne Verlag bei books on demand erschienen.

Verlagslos = schlimm?

Ich sage mal jein … Keinen Verlag zu haben hat Vorteile und Nachteile.

Da Symantriet anfangs gar nicht für die Augen anderer bestimmt war, habe ich zu Beginn über die Verlagsfrage nie ernsthaft nachgefragt. Auch an den ganzen Weg nach der Rohfassung habe ich keinen Gedanken verschwendet. Wieso auch? Nach dem Schreiben war ich der Meinung den nächsten Besteller geschrieben zu haben und suchte fluchs online nach jemanden, der nochmal drüber liest und mich in meiner Meinung bestätigt, ehe ich es korrigieren und für meine Eltern drucken lassen.

Mit diesem Eindruck bewaffnet, war es umso ernüchternder das Kommentar einer Erstleserin, die ich damals über Facebook kontaktiert hatte, anzuhören. Sie fragte mich, ob das tatsächlich mein ernst ist. Eine Aussage, die mich beinahe zum Heulen gebracht, aber nach dem ersten Schockmoment nachdenklich gemacht hat.

Ich schlug also meinen Laptop auf, suchte die Datei und fing an zu lesen und fand den Fehler.

Naiv wie ich war, habe ich meine Idee aufgeschrieben und hintereinanderweg die Geschichte gewoben und als ich sie beendet hatte, habe ich sie rausgeschickt ohne drüber zu schauen oder auch nur ein Stück zu überarbeiten. Definitiv ein Fehler, den ich nur ein einziges Mal begangen habe. Seit diesem Tag bekommt niemand mehr meine Rohfassungen zu lesen.

Es folgten Tage und Wochen, die ich mich intensiv und noch neben der Arbeit mit der Story auseinander gesetzt habe und erst als ich Symantriet gefühlte hunderte Male durchgearbeitet, Stellen gestrichen, ergänzt und verändert hatte, hatte ich erneut den Mut gehabt mich mit anderen darüber auszutauschen.

Um nicht nochmal in ein Fettnäpfchen zu trete, hatte ich mich auch endlich mal den Werdegang eines Buches informiert. Lektorat, Korrektorat, Coverdesign und Veröffentlichungsmöglichkeiten sind dabei nur ein paar Eckpfeiler. Einen Weg den ich gezwungener Maßen angefangen hatte zu beschreiten, denn je länger ich am Projekt beschäftigt war, desto größer war letztendlich mein Wunsch gewachsen, die Geschichte auch über das Geschenk meiner Eltern hinaus bekannt zu machen.

Fazit ist nämlich: wer sein Buch selbst veröffentlicht muss sich von der Rohidee bis hin zur Veröffentlichung und Marketing um alles kümmern. Das bedeutet einen riesigen Haufen Arbeit, der durchaus Spaß machen kann, jedoch nicht unbeachtet bleiben sollte. Dafür habt ihr alle Zügel in der Hand: Euch gefällt das Cover nicht? Lasst es neu gestalten, schließlich bezahlt ihr es! Dem Lektor mögt ihr nicht? Ihr kommt eventuell mit den Anmerkungen nicht klar? Same! Wer bezahlt, kann auch entscheiden!

Wer mit der Idee, Expose und Leseprobe einen Verlag überzeugt hat, kann sich zwar nicht zurücklehnen, lebt allerdings etwas ruhiger und hat sein Werk weitestgehend aus der Hand gegeben. Weniger Entscheidungsfreiheit, doch dafür auch weniger benötigte finanzielle Mittel.

Ich bin den Weg als Selfpublisher gegangen und schließlich beim Drachenmond Verlag gelandet. Eine Entscheidung, die einen super Mittelweg zwischen beiden darstellt: Astrid lässt uns viel Freiraum und Entscheidungsmöglichkeiten, was man bei anderen Verlagen vergeblich sucht. Im Verlag hat Symantriet ein wundervolles Zuhause gefunden, durfte sein Gesicht behalten und wird mit viel Liebe gehegt und gepflegt. Danke dafür Astrid<3

Eure

Celin Izabel Harriot

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