Idee und Außenwirkung

Die Sache mit den Ideen 3

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Um den Weg von einem Gespinst des Gehirns bis hin zu einem gebundenen Buch zu gehen, braucht man nicht zwangsläufig einen Verlag, aber definitiv einen festen Willen. Den Willen etwas zu Erschaffen und sich niemals unterkriegen zu lassen.

Man sollte immer bedenken, dass das Leben zwei Seiten hat und genau das ist der Punkt: Man kreiert eine Geschichte, die nicht jedem gefallen wird. Niemals. Punkt. Auf diesen Zustand sollte man gefasst sein und und damit umgehen zu können, macht einen guten Autoren aus. Man kann es nicht allen recht machen und sollte es gar nicht erst versuchen. Findet euch selbst und euren Stil, der Rest kommt von allein …

Angst vor Reaktionen?

Wenn euer erste Konstrukt/ die Idee den Freund oder Freundin nicht vom Hocker oder Teppich fegt, muss dass nicht zwangsläufig bedeuten, dass es/sie für die Tonne ist – vielleicht hat man sie ja einfach nur den falschen Menschen vorgelegt?

Was ich tue …

Ich habe mich nie von anderen leiten lassen, zumindest nicht, wenn es um die Grundidee/Grundstory ging. Erst dann, wenn das Manuskript geschrieben und mindestens zweimal überarbeitet ist, bekommt es jemand zu sehen. Eine Entscheidung, die ich ganz bewusst für mich getroffen habe, die Einflüsse und Meinungen anderer, das stetige Hin und Her und Aussagen wie „Was wäre, wenn dein Prota …“ usw. mich mehr verwirren, als sie mir tatsächlich helfen. Beim Feinschliff bin ich dafür dankbar, aber bei der Grundidee? Ich weiß doch was geschehen soll und wo ich hin will. Wieso sollten sich dann andere einmischen?
Auch wenn es vielleicht so klingt, ist dies kein Affront gegen Probeleser. Im Gegenteil, ich schätze sie sehr, aber eben erst, wenn ich grundsätzlich mit der Planung durch bin und es um Logik und Ausbau geht. Eventuelle inhaltliche Fehler können sie einfach viel messer erkennen und auszumerzen, als ich, die schon hundert mal über den Text gegangen und betriebsblind bin.

Natürlich muss im Endeffekt jeder für sich selbst entscheiden, wie er mit diesem Punkt umgeht.

Wichtig jedoch: Haltet euch vor Augen, dass gerade Neuautoren ziemlich schnell unter Druck geraten. Es reicht manchmal schon, wenn die eigene Verwandtschaft und Freunde von der ganzen Sache Wind bekommen. Fragen wie: Na wie läuft es? Hast du schon einen Verlag? Wann können wir das fertige Buch lesen? – sind dann nur die harmlosen Ausläufer. Schon allein deswegen entscheide ich mich stets für unabhängige Blogger und Autoren, die über meine Texte schauen 😉

Noch ein Tipp für Neulinge: Wenn ihr euch austauschen wollt, ohne unter Druck gesetzt und belächelt zu werden, dann schaut euch doch mal nach geeigneten Schreibgruppen um. Die gibt es online in allen möglichen Foren (je nach Genre), aber auch auf dem großen blauen F und Co.

Eure

Celin Izabel Harriot

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