Welche ist DIE Idee?

Die Sache mit der Idee 2

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Die meisten Autoren brauchen eine ganze Weile, um aus ihrer Idee eine ungefähre Rohfassung mit dem entsprechenden Plot zu erarbeiten. Erst dann geht es an die Feinheiten und darum der Geschichte ein richtiges Leben einzuhauchen.

Man schreibt und überarbeitet Tage, Wochen und Monate (manche sogar Jahre) ein einziges Buch … Und manchmal merkt man beim Weiterarbeiten mit dem Werk, dass etwas einfach nicht passt. In den meisten Fällen genügt es, ein paar Dinge zu ergänzen. Andere müssen ganze Charaktere/Handlungsstränge bearbeiten und dann gibt es den ultimativen Gau: Es geht einfach nicht weiter. Die Folge ist, dass man das Schreiben schließlich frustriert abbricht.

Eine Horrorvorstellung für jeden Autor. Nur kann man diese Situation im Vorfeld irgendwie verhindern?

Ich sage nicht „Ja“ und liefere auch kein Patentrezept, doch ich zeige euch meine Methode auf, um meine Geschichten nicht im Sande verlaufen zu lassen und damit dem Gau vorzubeugen.

Schlichtweg beginnt es mit einer spontanen Idee … Ob mitten am Tag oder in der Nacht spielt dabei keine Rolle. Ich halte sie fest, nicht auf dem Papier, sondern in meinem Kopf. Denn nur wenn ich eine Idee über Tage hinweg habe, mich immer wieder an sie erinnere und weiterstricke, dann taugt sie in meinen Augen etwas. Denn ganz ehrlich: Wenn ich sie schnell vergesse, was macht dann der spätere Leser mit ihr?

Aber zurück zum eigentlichen Punkt: Beim Laufen, Autofahren oder Wäschemachen spinne ich die unaufgeschriebene Rohidee weiter. Das mache ich über Tage hinweg, ohne auch nur eine einzige Zeile zu schreiben, bis ich zu einem Punkt komme, an dem ich zu einem vernünftigen Ende gelange.

Von dem ersten Gedanken bis hin zu dieser Variante sind viele Szenarien durchquert, Szenen und Charaktere umgeschrieben oder gar gestrichen gestrichen und dabei so oft wiederholt wurden, dass sie sich förmlich in mein Gehirn eingebrannt haben. Ab diesem Punkt kann ich schreiben. Eine Geschichte von vorne bis hinten durchgeplant und zwar nur in meinem Kopf.
Auch wenn es verrückt und unplausibel klingt: Das ist meine Methode. Ein Notizbuch nutze ich nur für das Aussehen der Protas. Eine ganze Idee darin schreiben? Kann ich gar nicht. Ständig durchstreichen, ausbessern usw. würde mich am Ende bloß verrückt machen.

Das Resultat meine Methode könnt ihr übrigens in meinem Büchern nachlesen 🙂

Eure

Celin Izabel Harriot

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