Impressionen = Ideensammlung?

»Ideen in meinen Kopf. Sofort!?«


Ob Befehle in solchen Momenten das Richtige sind? Hinsetzen und den nächsten Bestseller schreiben? Einfach so? Aus dem Nichts? Ich behaupte nicht, dass das nicht klappt, aber die Chance ist verschwindend gering. Immerhin braucht man eine Idee, möglichst eine, die es nicht schon in unzählig verschiedenen Varianten auf dem Markt gibt und die Hand und Fuß hat – aber woher bekommt man die?
Ich behaupte frech, dass jeder Mensch die passenden Ideen in sich trägt und wenn es doch mal nicht so sein sollte, dann gibt es tausende in seinem Umfeld. Eine Lüge? Wohl kaum …
Eine Serie, die man weiterspinnt … Ein Buch, das nicht so endet, wie man es sich wünscht … Ein Abendspaziergang vorbei an einem raschelnden Gebüsch … Eine Wolke in der Form eines … Diese Aufzählung kann ich unendlich weiterführen und unser Gehirn ist in der Lage aus all diesen Situationen etwas besonders entstehen lassen: Sagt mal, ist das etwa ein Werwolf, der sich im Gestrüpp vor uns versteckt?? Ein geheimes Himmelreich, das nur den Anschein einer Wolke erweckt??

Wie ist das bei mir?

Die Idee für ein Buch, die Grundstruktur, kommt bei stets immer spontan und in den unsinnigsten Situationen. Nämlich ziemlich genau dann, wenn ich mir nicht das Hirn über etwas zermartere.
Die Idee für Symantriet hatte ich beispielsweise nach einem harten und nicht unbedingt erfreulichen Arbeitstag. Noch vor dem Schlafengehen habe ich meinen damaligen Arschlochchef kräftig verflucht und irgendwie muss sich das auf meine Träume ausgewirkt haben. Menschen und Königreiche, die von einem einzelnen terrorisiert werden und eine Frau, die der Schlüssel zu allem zu sein scheint. Dreimal dürft ihr raten, wer der Tyrann war/ist – Tja, manchmal kann man eben auch aus den bescheidensten Situationen noch etwas Gutes schöpfen.


Aber zurück zum eigentlichen Thema: Krampfhaft über einem Stück Papier zu hängen und dabei den Stift zu erdrosseln liegt mir gar nicht, zumal es in meinen Augen keinen Sinn ergibt. Weshalb auch? Bücher sind kreative Geschöpfe und Kreativität kommt nicht auf Zwang.
Wer also wirklich mit dem Gedanken spielt ein Buch zu schreiben und noch keinen Schimmer hat, worum es handeln soll, der sollte mit offenen Augen durch die Welt gehen. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die uns zu den besten Geschichten anregen. Denn mal ehrlich: Ideen gibt es überall, man muss bloß bereit sein sie einzulassen.

0 0 vote
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments